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Wissenschaft, die Wissen schafft

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Alltagsforschung - Wissenschaft, die Wissen schafft
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  1. Deep Talk – Warum wir nicht sofort über die Arbeit sprechen sollten (und wie es besser geht)
    Dec 6, 2021 · original
    Viele Gespräche mit Unbekannten beginnen mit derselben Frage: „Und, was machen Sie beruflich?“ Kann man machen, erzeugt beim Gegenüber aber negative Gefühle. Dabei sind gute Einstiege für Deep Talk gar nicht so schwierig. Bequemlichkeit, Verlegenheit oder einfach Routine? Man weiß nicht genau warum, aber Fakt ist: Viele Gespräche mit Unbekannten beginnen mit derselben Frage: „Und, was machen Sie beruflich?“ Wer einfach nur kurz mit einem Fremden ins Gespräch kommen und unangenehmes Schweigen vermeiden will, kann das natürlich auch weiterhin so machen. Dann darf er (oder sie) sich allerdings nicht darüber wundern, dass aus der oberflächlichen Konversation keine tiefe Freundschaft erwächst. Denn: Gespräche über die Arbeit bauen beim Gegenüber kein echtes Interesse auf. Ganz im Gegenteil. So lautet das Fazit einer neuen Studie, die demnächst im Fachjournal „Organizational Behavior and Human
  2. Falsche Erwartungen: Wieso wir nicht jede E-Mail sofort beantworten müssen
    Dec 2, 2021 · original
    Menschen fühlen sich häufig verpflichtet, jede E-Mail sofort zu beantworten – weil sie glauben, dass der Absender eine schnelle Reaktion erwartet. Dabei stimmt das gar nicht. Keine Frage: Technologien wie E-Mails und Instant-Messaging-Programme machen es wesentlich leichter, mit Kollegen zu kommunizieren. Doch diese Leichtigkeit verändert gleichzeitig die Erwartungshaltung: Weil so eine digitale Nachricht schnell getippt und verschickt ist, erwarten viele Menschen fast zwangsläufig ebenso fix eine Antwort. Schnelle Kommunikation gilt als Indikator für Fleiß und Sorgfalt. Aber sollten wir deshalb alles daran setzen, berufliche E-Mails immer so schnell wie möglich zu beantworten – mitunter sogar noch am Feierabend und am Wochenende? Mitnichten, meinen zumindest Laura Giurge (London Business School) und Vanessa Bohns (Cornell-Universität): „Die Empfänger einer E-Mail überschätzen, wie schne
  3. Warum es besser ist, eine Deadline zu verschieben
    Nov 29, 2021 · original
    Viele Menschen scheuen sich davor, eine Deadline nach hinten zu verschieben – weil sie einer Illusion unterliegen: Letztendlich ist es wichtiger, eine Aufgabe sorgfältig zu erledigen als schnell. Im Prinzip ist so eine Deadline eine prima Sache. Wer schon vorher genau weiß, wann er mit einer Aufgabe fertig sein muss, schützt sich selbst vor zu viel Müßiggang, Zeitverschwendung und Disziplinlosigkeit. Das Problem ist bloß: Viele Zeitpläne erweisen sich im Nachhinein als zu optimistisch. Wie schön, dass es meistens immerhin die theoretische Möglichkeit gibt, eine Deadline nach hinten zu verschieben und bei Kunden, Vorgesetzten und Auftraggebern um Aufschub zu bitten. Praktisch jedoch schrecken viele Menschen davor zurück. Aber warum? Eine Antwort auf diese Frage suchte nun Ashley Whillans, Assistenzprofessorin an der Harvard Business School. Und in ihrer Studie, die in der Januar-Ausgabe d
  4. Die Wissenschaftsleugnung – Warum Demokratien Querdenker fördern
    Jun 14, 2021 · original
    Viele Menschen leugnen wissenschaftliche Erkenntnisse – und diese Art der Ignoranz kommt in Demokratien besonders häufig vor. Für die einen ist Christian Drosten ein Volksheld, für die anderen ein Staatsfeind. Der Virologe der Berliner Charité forscht seit 20 Jahren an Coronaviren, er hat den weltweit ersten Covid-Test entwickelt, an seiner Expertise gibt es eigentlich überhaupt keinen Zweifel. Uneigentlich musste Drosten in den vergangenen Monaten zahlreiche Anfeindungen erleben, sogar bis hin zu Morddrohungen. „Verehrt und verhasst“, titelte der Spiegel im Mai 2020, „Der Glaubenskrieg um den Virologen Christian Drosten“. Da stellt sich doch unweigerlich die Frage: Warum sollte es so einen „Glaubenskrieg“ überhaupt geben? Wir sind eine aufgeklärte, offene, liberale, demokratische Gesellschaft – und die setzt doch traditionell auf Werte wie Rationalität, Vernunft, Gedanken- und Redefreih
  5. Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz sind ansteckend
    Jun 7, 2021 · original
    Es gilt als große Errungenschaft, dass Mitarbeitende ständig den Arbeitgeber wechseln – doch laut einer Studie erhöhen Unternehmen damit die Gefahr psychischer Erkrankungen. „Kirchen, Armeen und Universitäten gehören zu den stabilsten Organisationen der Welt“, schreibt der Schweizer Autor Rolf Dobelli in seinem Buch „Die Kunst des guten Lebens“. Aber wieso haben sie mehrere Jahrhunderte überdauert und Dutzende von Kriegen überlebt? Dobellis Antwort lautet: „Sie rekrutieren von innen heraus. Jede Führungsstufe besitzt intimes, praktisches Wissen, wie es sich » darunter « anfühlt. Um Bischof zu werden, muss man irgendwann einmal ganz unten als Pfarrer angefangen haben. Jeder General hat irgendwann einmal als Soldat begonnen. Und Rektor einer Universität wird man nur, wenn man einmal kleiner Assistenzprofessor war.“ An diese Passage aus dem Buch von Dobelli musste ich denken, als ich die St
  6. Was Gendern bringt
    May 31, 2021 · original
    Gendergerechte Sprache prägt nicht nur unsere Denkmuster – sondern auch unser Gedächtnis. Wer wissen will, wie Menschen ticken, muss ihnen nur eine Frage stellen: Wie stehst du zum Thema „Gendern“? Tatsächlich gibt es kaum jemanden, der dazu keine Meinung hat. Im Grunde gibt es nur zwei Lager: Die einen lehnen es radikal ab, die anderen sind extrem dafür. Zum ersten Lager gehört auch Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß. Er forderte kürzlich ein Verbot der Gendersprache bei staatlichen Stellen. Damit ist er nicht alleine: Je nach Umfrage halten zwischen 50 und 65 Prozent der Deutschen nichts davon. Der Fanclub des Genderns allerdings findet: Wir sollten künftig „Zuhörende“ statt „Zuhörer“ sagen. „Studierende“ statt „Studenten“. Oder: „WählerInnen“, Mitarbeiter*innen und so weiter. Der Sinn der Sache: weniger geschlechterspezifisches Denken. Wer Manager*innen sagt statt „Manager“, der transpo
  7. Hitze fördert die Fremdenfeindlichkeit
    May 25, 2021 · original
    Bei Hitze helfen Menschen eher Mitmenschen aus ihrem eigenen Kulturkreis – und weniger solchen aus fremden Kulturen. Es ist derzeit, Ende Mai, relativ einfach, jeden Morgen schlechte Laune zu bekommen – man muss nur in die Wettervorhersage schauen. Von einem warmen Frühling ist jedenfalls derzeit noch nicht allzu viel zu spüren. Aber das ist vielleicht auch besser so. So lässt sich jedenfalls eine Studie verstehen, die neulich im Journal „Political Science Research and Methods“ erschienen ist. Daran beteiligt war auch der gebürtige deutsche Politikwissenschaftler Mathias Poertner – und so ist es wohl kein Zufall, dass die Experimente für die Studie in Deutschland stattfanden. Und so lief es ab. Das Forscherteam schickte im Sommer 2018 und Sommer 2019 verschiedene Frauen an insgesamt 30 deutsche Bahnhöfe in vier Bundesländern: in NRW, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Frauen un
  8. Rabatte fördern die Ungeduld
    Dec 16, 2019 · original
    Ermäßigungen appellieren an die niederen Instinkte. Und das hat Folgen: Laut einer neuen Studie fördern Rabatte die Ungeduld der Kunden. Egal ob in Fernsehspots, Onlineanzeigen oder E-Mail-Newslettern: Kaum ein Geschäft kommt heute noch ohne Rabatte aus. Das Kalkül der Ladeninhaber ist einerseits klar: Wer beim Preis runtergeht, will guten Willen signalisieren und den Kunden entgegenkommen, damit die umso lieber ihr Geld ausgeben. In einer Gesellschaft, in der Geiz als geil gilt, zahlen scheinbar nur die ganz Blöden den vollen Preis. Andererseits lässt es sich nicht bestreiten: Ermäßigungen appellieren an die niederen Instinkte. Häufig kauft man etwas nicht allein deshalb, weil man es wirklich braucht – sondern weil man auf den Rabatt aus ist. Aber diese Art der Kundenwerbung geht nicht nur spurlos an den Portemonnaies der Kunden vorbei, sondern wirkt sich auch auf deren Psyche aus – und
  9. Materialistische Länder sind unglücklicher
    Dec 13, 2019 · original
    Die Einwohner jener Nationen, denen Geld wichtiger ist als Zeit, sind messbar unglücklicher. Dass Geld nicht glücklich macht, müsste sich inzwischen herumgesprochen haben. Wer sein Leben allein danach ausrichtet, das Konto zu füllen, muss viele Kompromisse eingehen und Dinge tun, die vielleicht finanzielle Vorteile bringen, aber nicht unbedingt seelische Glücksmomente. Und was für den Einzelnen gilt, das gilt auch für ganze Länder: Die Einwohner jener Nationen, denen Geld wichtiger ist als Zeit, sind tendenziell messbar unglücklicher – und zwar unabhängig vom jeweiligen wirtschaftlichen Zustand des Landes. So lautet jedenfalls das Fazit einer neuen Studie von Lucía Macchia (University of London) und Ashley Whillans (Harvard Business School). Die beiden Forscherinnen analysierten dafür die „World Values Survey“. Darin machen Tausende von Menschen aus knapp 100 Ländern seit mehreren Jahrze
  10. Routinen sind besser als ihr Ruf
    Dec 12, 2019 · original
    Wer immer nur dasselbe macht, riskiert angeblich Langeweile und Ödnis. Doch jetzt zeigt eine neue Studie: Wiederholte Erfahrungen sind besser als ihr Ruf. Es gibt Menschen, die jedes Jahr am selben Ort Urlaub machen – und dann gibt es Menschen, die diese Art der Ferienplanung für einen absoluten Albtraum halten. „Das Leben ist zu kurz, um immer an denselben Ort zu fahren“, sagen sie. Und irgendwie haben sie damit ja auch recht. Wer immer alles beim Alten lässt und nie etwas Neues erlebt, der riskiert Langeweile, Abstumpfung und Eintönigkeit. Wie schlecht das Image von Gewohnheiten ist – und wie unberechtigt dieser negative Ruf gleichzeitig ist – zeigt nun eine Studie von Ed O’Brien von der Universität von Chicago. „Viele wiederholte Erfahrungen sind angenehmer, als man denkt“, schreibt O’Brien darin. Und zwar aus zwei Gründen: Die Wiederholung schafft unter Umständen mehr Freude – und ve

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